Telearbeitsplätze bei der Stadtverwaltung Ahlen
„Anfangs gab es noch Bedenken, zum Beispiel in Sachen Datensicherheit“, erinnert sich Peter Schneider. „Da haben wir uns bei anderen erkundigt, Sicherheitsvorkehrungen getroffen und Telearbeitsvereinbarungen mit den Kolleginnen und Kollegen geschlossen. Heute ist das kein Thema mehr. Auch das Finanzamt und Banken, die ebenso sensible Daten haben, machen gute Erfahrungen mit Telearbeit.“ Telearbeitsplätze sind bei der Stadtverwaltung Ahlen mittlerweile sieben Jahre alt. Um auf dem Laufenden zu bleiben und den persönlichen Kontakt zur Firma oder zu den Kunden nicht zu verlieren, arbeiten alle Telemitarbeiter auch regelmäßig im Rathaus. Aktuell haben fünf Frauen und zwei Männer einen Telearbeitsplatz zuhause.
Kontakt:
Susanne Neitzke
Koordinatorin für Telearbeit bei der Stadt Ahlen
Telefon: 0 23 82- 59 235
Telearbeit und Familie
Ursula Woltering ist tätig in der Leitstelle Älter werden in Ahlen. Seit sieben Jahren hat sie einen Telearbeitsplatz.
„Nach der Geburt meiner Kinder habe ich nach einer Möglichkeit gesucht, Beruf und Familie zu vereinbaren. In meinem Arbeitsbereich gibt es zahlreiche Aufgaben, die ich gut zuhause bearbeiten kann. Ich beschäftige mich viel mit Konzeptarbeit und habe Sitzungen und Termine vor- und nachzubereiten. Selbstverständlich bin ich an meinem Telearbeitsplatz auch telefonisch und per Mail erreichbar. In der Regel arbeite ich zwei Tage in der Woche von zuhause aus, die übrigen Tage im Büro im Rathaus. Termine lege ich meist auf Dienstag und Donnerstag, bin aber so flexibel, dass ich Termine auch an anderen Tagen wahrnehmen kann – so, wie sie kommen. Ich habe eine sehr unkomplizierte Kinderbetreuung und meine Söhne sind nun auch schon alt genug, um mal allein klar zu kommen.
Mir bedeutet die Telearbeit sehr viel, denn sie schafft für mich die ideale Voraussetzung sowohl den Kindern, als auch meinem Arbeitgeber gerecht zu werden. Ich arbeite sehr gern bei der Stadt Ahlen und freue mich über meine guten Arbeitsbedingungen, die mir ein hohes und erfolgreiches Engagement in meinem Beruf ermöglichen.“
Kontakt:
Ursula Woltering
Sozialplanerin bei der Stadt Ahlen und Telearbeiterin
Telefon: 0 23 82 - 59 467
Telearbeit und Betrieb
Ein Telearbeitsplatz kostet im Monat regelmäßig 46 Euro „Grundgebühr“ (Anschluss, Sicherheitsleistungen). Dazu kommen entsprechende Internet- und Telefongebühren sowie einmalig die Einrichtung des Arbeitsplatzes, z.B. mit Schreibtisch und Stuhl. „Mittlerweile haben wir fünf Telearbeitsplätze bei der Stadt Ahlen. Diese Kosten sind gut investiert“, urteilt Bürgermeister Benedikt Ruhmöller. „Denn so behalten wir unser qualifiziertes Personal, sorgen für seine Zufriedenheit und tragen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei.“
Eine neue Mitarbeiterin oder einen neuen Mitarbeiter einzuarbeiten, sei allemal teurer als der Aufwand für die zufriedenen und bewährten Tele-Beschäftigten.
Weitere Infos zur Telearbeit
» www.bmwi.de
» www.learn-line.nrw.de